Adipositas


Als Adipositas beschreibt man das Vorliegen eines erhöhten Anteils von Körperfett an der Gesamtkörpermasse, einhergehend mit einer Erhöhung der Sterblichkeit. Die Grenze zwischen Übergewicht und Adipositas liegt für Frauen bei einem Körperfettanteil von 25-30% und für Männer bei 20%.

Gängiger als die Bestimmung des Körperfetts ist in der Medizin die Berechnung des Körper-Masse-Index (body mass index) - kurz BMI genannt. Hierbei werden Körpergröße und Gewicht in Beziehung gesetzt.

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Bei BMI-Werten von über 30 spricht man nicht mehr von Übergewicht, sondern von Adipositas.
Neben der psychischen Belastung, die ein solches Gewicht meist mit sich bringt, treten häufig auch schwerwiegende Begleiterkrankungen auf.

So leidet zum Beispiel jeder 2. Adipöse an Bluthochdruck, wobei durch Gewichtsreduktion eine Verminderung der Blutdruckerhöhung bei fast allen Betroffenen erreicht werden kann. Bei 50% der Patienten verschwindet der Hochdruck nach der Gewichtsabnahme sogar vollständig.

Auch mit Diabetes (Typ-II / sog. Alterszucker) ist die Adipositas eng verknüpft. Etwa 80% aller Typ-II-Diabetiker sind adipös und ab einem BMI von 30 ist das Risiko an Diabetes zu erkranken 10x so hoch wie bei einem Normalgewichtigen. Durch eine Normalisierung des Gewichts bessert sich der Blutzuckerspiegel bei allen Patienten. Bei rund 75% der Betroffenen verschwindet der Diabetes ganz.

Weitere mit der Adipositas verknüpfte Erkrankungen sind Störungen des Fettstoffwechsels. Jeder 2. Adipöse leidet an einer Erhöhung der Blutfette oder einer Verminderung des HDL-Cholesterins ("gutes" Cholesterin). Auch hier lässt sich durch Gewichtsabnahme eine Normalisierung der Blutwerte erreichen.

Da diese drei häufigen Begleiterkrankungen

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Fettstoffwechselstörungen

Risikofaktoren für eine Herzkreislauferkrankung - wie zum Beispiel den Herzinfarkt - darstellen, wird verständlich, warum mit steigendem Gewicht die Sterblichkeit zunimmt.
Das bedeutet im konkreten Beispiel, dass eine 1,65m große Frau, die 97kg wiegt (das sind ca. 50% über dem Normalgewicht), eine doppelt so große Wahrscheinlichkeit hat, in den nächsten Jahren zu sterben, als eine normalgewichtige Frau gleichen Alters.